Die Inspiration zum Schreiben

Wir kennen es wohl alle. Das Blatt ist weiß und etwas neues soll begonnen werden. Doch nichts passiert. Stumm schreit einen das weiße Stück Papier oder der digitale Bildschirm an. Doch so wie uns, erging es allen Schriftstellern. Zeit also für ein paar aufmunternde Worte zum Thema Schreiben.

„Man wächst indem man eine Sache beendet und eine neue beginnt“ John Irving Heißt so viel wie – geht kleine Schritte und ihr kommt ans Ziel. Oftmals nimmt man sich einfach zu viel vor. Man hat schon ein Konzept im Kopf, doch dieses ist viel zu komplex um es auf einen Schlag lösen zu können. Es ist wie dieser verflixte MagicCube. Will man direkt alle Seiten lösen scheitert man.

„Was du für den Gipfel hälst, ist nur eine Stufe“ Lucius Annaeus Seneca Dabei sollte man nie vergessen, wo der eigentliche Gipfel liegt. Nachdem man einen Abschnitt geschafft hat sollte man sich kurz zurück lehnen, das Werk prüfen und von dort aus weiter machen. So lange bis man den Gipfel wirklich erreicht hat.

„Gedanken sind nicht stets parat. Man schreibt auch wenn man keine hat“ Wilhelm Busch Anfangen ist immer die beste Alternative. Der Fluss stellt sich meist nur dann ein, wenn man vorab einiges an Arbeit investiert. Doch es lohnt sich, denn sind die Gedanken erst einmal dort wo sie hin sollen, braucht es nicht mehr viel um diese auf das Blatt Papier zu bekommen.

„Schreiben ist leicht, man muss nur die falschen Wörter weglassen“ E.L. Doctorow Eine Homage an all die Füllwörter. Es ist meist leichter sie zu benutzen, als wegzulassen. Schon in der Schule hat man sich diese zu Nutzen gemacht, die erforderliche Anzahl der Wörter zu erreichen. Doch eben jene wegzulassen ist die wahre Kunst.

“Geschichten schreiben ist eine Art, sich das Vergangene vom Halse zu schaffen.” Goethe Wahre Worte, ist doch das Schreiben allseits als Therapie anerkannt. So kommt es nicht von ungefähr, dass uns in der Liebe der Liebesbrief hilft unser Worte wohl formuliert zu verpacken, oder der Abschied mittels Abschiedsschreiben einen echten Strich zieht.

“Es gibt drei goldene Regeln, um eine Novelle zu schreiben – leider sind sie unbekannt.” William Somerset Maugham Doch was wäre wenn sie bekannt wären? Das Schreiben, als Kunstform, definiert uns als Menschen und so ist es doch ganz nett zu wissen, dass nicht alles durch Algorithmen ersetzt werden kann.

„Die beiden fesselndsten Fähigkeiten eines Autors bestehen darin, neue Dinge vertraut und vertraute Dinge neu erscheinen zu lassen.“ Samuel Johnson Irgendwann einmal muss doch alles geschrieben worden sein, oder etwa nicht? Und doch schaffen wir Menschen es immer wieder, eben jene Geschichten so faszinierend und neu erscheinen zu lassen, als hätten wir diese Welten gerade erst entdeckt.

„Stil ist die Fähigkeit, komplizierte Dinge einfach zu sagen – nicht umgekehrt.“ Jean Cocteau Wer könnte da noch widersprechen? Zu oft werden wir in Medien und Büchern von fremdartigen Wörtern und Satzgebilden quasi überrannt. Ganz dem Anschein gleich, der jeweilige Autor müsste uns seine überragende Intelligenz und Ausdrucksweise um die Ohren schlagen.

„Schreiben ist harte Arbeit. Ein klarer Satz ist kein Zufall. Sehr wenige Sätze stimmen schon bei der ersten Niederschrift, oder auch nur bei der dritten. Nehmen sie das als Trost in Augenblicken der Verzweiflung. Wenn Sie finden, dass Schreiben schwer ist, so hat das einen einfachen Grund: Es ist schwer!“ William Zinsser Keine weiteren Einwände euer Ehren.

Jedes Kind ist gewissermaßen ein Genie und jedes Genie gewissermaßen ein Kind. Schopenhauer Bleiben wir also alle ein wenig kindlich!